Hitzewarnung Stufe 4 Information:
Unter einer Hitzewelle wird eine Serie von zumindest drei aufeinanderfolgenden Tagen mit einer Temperatur über 30 °C verstanden, die höchstens kurz von einem Tag mit einem Höchstwert zwischen 25 und 30 °C unterbrochen wird, wobei die mittlere Maximaltemperatur in der Periode jedoch höher als 30 °C bleibt.
Besonders betroffene Personengruppen
Nicht alle Menschen sind gleichermaßen gefährdet, bei hohen Temperaturen unter Gesundheitsbeeinträchtigungen zu leiden. Die Gefährdung hängt in hohem Maße von der individuellen Veranlagung, Vorerkrankungen, dem individuellen Verhalten.
Nachfolgend werden ausgewählte Risikofaktoren, modifiziert nach WHO Regionalbüro für Europa, Gesundheitshinweise zur Prävention hitzebedingter Gesundheitsschäden, Stand 01.12.2023 (WHO-EURO-2021-2510-42266-58732-ger.pdf) dargestellt:
Ältere Menschen
Ältere Menschen stellen die größte Gruppe dar, besonders gefährdet sind ältere Menschen mit Demenz. Das Altern verringert die Hitzetoleranz: Durst wird später festgestellt, die Schweißreaktion wird verzögert und die Anzahl der Schweißdrüsen reduziert, oft liegt auch eine eingeschränkte Nierenfunktion vor.
Säuglinge und Kleinkinder
Der Stoffwechsel von Säuglingen und Kindern unterscheidet sich vom Stoffwechsel Erwachsener, so ist die Temperaturregulierung noch nicht ausgereift (sie schwitzen weniger als Erwachsene). Sie sind auch auf andere angewiesen, um ihre thermische Umgebung zu regulieren und eine angemessene Flüssigkeitsaufnahme zu gewährleisten.
Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen
Bestimmte Arzneimittel bzw. Wirkstoffe haben einen negativen Einfluss auf die Thermoregulation und können so bei erhöhter Hitzebelastung zu einer Verschlechterung des Erkrankungszustands oder auch zum Tod führen. Zu diesen Arzneimitteln gehören z.B. Medikamente die bei psychischen oder neurologischen Grunderkrankungen eingesetzt werden, wie etwa Antipsychotika, Antidepressiva oder Anxiolytika, aber auch Medikamente die den Blutdruck oder die Ausscheidungsfunktion der Niere regulieren.
Hitzewarnstufen der GeoSphere Austria
1. Stufe: keine aktive Warnung (grün)
Es ist derzeit mit keiner Hitzebelastung zu rechnen
Schwellenwert gefühlte Temperatur <30 o C
2. Stufe: Vorsicht (gelb)
Es ist mit leicht erhöhter Hitzebelastung zu rechnen
Schwellenwert gefühlte Temperatur > 30 o C
3. Stufe: Achtung (orange)
Es ist mit erhöhter Hitzebelastung zu rechnen
Schwellenwert gefühlte Temperatur > 35 o C
4. Stufe: Gefahr (rot)
Es ist mit starker Hitzebelastung zu rechnen!
Schwellenwert gefühlte Temperatur > 40 o C
Quelle: GeoSphere Austria
Unter https://www.noe.gv.at/noe/Gesundheitsvorsorge-Forschung/Klima_und_Hitze.html finden sie Informationen zu:
Informationen für den Schutz der Haut vor schädlichen Einwirkungen durch UV-Licht
Aktuelle Wetterwarnungen für NÖ
Allgemeine Maßnahmen zur Vorbeugung hitzebedingter Gesundheitsprobleme
Tipps zu Essen und Trinken bei hohen Temperaturen
Erste Hilfe bei Hitzestau und Hitzschlag
Tipps gegen sommerliche Überwärmung vTipps gegen sommerliche Überwärmung von Gebäuden (Energie in NÖ)
unter https://www.noe.gv.at/noe/Gesundheitsvorsorge-Forschung/Klima_und_Hitze.html Informationen für besonders gefährdete Personengruppen
Broschüre für Pflegepersonal und Angehörige von älteren oder pflegebedürftigen Menschen (Umweltbundesamt)
Broschüre für Kindergartenpädagoginnen- und Pädagogen sowie Eltern von Kleinkindern (Umweltbundesamt)
Gut gerüstet für die Hitze - Empfehlungen für Pflegepersonal und Angehörige von älteren oder pflegebedürftigen Menschen – auch in den Sprachen: bulgarisch, rumänisch, slowakisch, tschechisch, ungarisch (KLAR Regionen Weinviertel/Waldviertel)
Was bei der Einnahme von Arzneimitteln zu beachten ist
Erste Hilfe bei Hitzestau und Hitzschlag